„Es kann nur einen geben.“

 Dezember 2008     

Wer in puncto Geschwindigkeit, Genauigkeit und Geschicklichkeit die Nummer 1 in Österreich ist? Die Antwort wird dieser Tage bei dem Salzburger Maschinenbauer EMCO im Rahmen der Skills Austria ermittelt.

HALLEIN – Connor MacLeod alias Christopher Lambert stellte in dem Film "Highlander“ vollkommen zu recht fest: „Es kann nur einen geben.“ Und wer dieser eine in puncto Geschwindigkeit, Genauigkeit und Geschicklichkeit ist, das wurde vergangene Woche bei EMCO in Hallein ermittelt. Denn das sind die drei entscheidenden Kriterien nach denen die Juroren entscheiden, wer Österreich in der Disziplin „CNC-Drehen“ bei der Berufsweltmeisterschaft WorldSkills 2009 in Canada repräsentieren darf.

7 junge Kandidaten stellten sich im EMCO-Schulungszentrum den anspruchsvollen Anforderungen der Jury bestehend aus drei CNC-Experten, die von der Wirtschaftskammer ausgewählt wurden. Mit den High-Tech Werkzeugmaschinen – gefertigt wird an zwei Concept TURN 450 – und der kompetenten Betreuung der erfahrenen EMCO-Mitarbeiter aus den Bereichen Technik und Schulung fanden die Kandidaten hier optimale Bedingungen vor.

Der Wettkampf ist intensiv: An drei Tagen müssen die Lehrlinge und Facharbeiter, die laut den Regularien der WorldSkills das 22. Lebensjahr noch nicht überschritten haben dürfen, drei unterschiedliche Werkstücke unter enormen Qualitäts- und Zeitdruck anfertigen. Selbstverständlich sind keine Hilfsmittel erlaubt. D.h. die Programmierung der Maschinensteuerung, das Rüsten der Maschine, die Zerspanung des Werkstückes und die anschließende Vermessung erfolgt unmittelbar nachdem den Kandidaten die Aufgabe genannt wurde. Toleranzbereiche von 0,01 mm und Zeitunterschiede von wenigen Sekunden entscheiden dann über Sieg und Niederlage.

Benjamin Poredos aus Vorarlberg entschied den Bewerb für sich und verwies Stefan Lechner und Martin Fink auf die Plätze.

Den Weg bis zu den Berufsmeisterschaften erarbeiten sich die Teilnehmer hart: neben hoher Expertise in ihrem Berufsfeld überzeugen sie mit mentaler Stärke, Teamgeist und auch körperlicher Fitness. Schließlich erstrecken sich die Wettbewerbe mit zum Teil 16stündigen Einsätzen über mehrere Tage.

Ein professionelles Umfeld rundet das Engagement der Fachkräfte ab: ihre Ausbildungsbetriebe und die Wirtschaftskammer unterstützen sie kompetent und großzügig, sie werden von Fachexperten trainiert und betreut und von Teambetreuern gecoacht, in mehrtägigen Seminaren werden sie auf die körperlichen und mentalen Anstrengungen vorbereitet etc.

Unternehmen wie Swarovski, Blum, W&H und v.a. auch EMCO engagieren sich bereits seit vielen Jahren für diesen Event, der eine Plattform für die handwerklichen, industriellen und Dienstleistungsberufe bietet. Die jungen Fachkräfte haben hier die einmalige Chance, ihrem Beruf und der Berufsbildung im Allgemeinen einen enormen Auftrieb zu verleihen. Und wie man sieht, nutzen sie diese eindrucksvoll: Österreich hat bereits mehrere Male als beste Nation bei den Berufsweltmeisterschaften abgeschnitten.

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