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November 2010

Dabei sein ist alles

Wer ist in puncto Geschwindigkeit, Genauigkeit und Geschicklichkeit beim Drehen und Fräsen der Beste in Österreich? Die Antwort wurde dieser Tage bei dem Salzburger Maschinenbauer EMCO im Rahmen der Vorausscheidungen zur World Skills London 2011 ermittelt: Im Bewerb CNC Drehen holte Martin Fink, Firma Blum die Goldmedaille, im CNC-Fräsen heißt der Gewinner Paul Ladstätter von Jenbacher.

Die drei entscheidenden Kriterien nach denen die Juroren entscheiden, wer Österreich in der Disziplin „CNC-Drehen“ und „CNC-Fräsen“ bei der Berufsweltmeisterschaft WorldSkills 2011 in London repräsentieren darf, sind die Geschwindigkeit, Genauigkeit und die Geschicklichkeit.
10 junge Kandidaten – davon 7 Dreher und 3 Fräser aus ganz Österreich stellten sich im EMCO-Schulungszentrum den anspruchsvollen Anforderungen der Jury bestehend aus CNC-Experten, die von der Wirtschaftskammer ausgewählt wurden. Mit den High-Tech Werkzeugmaschinen – gefertigt wurde an zwei Concept TURN 450 – und der kompetenten Betreuung der erfahrenen EMCO-Mitarbeiter aus den Bereichen Technik und Schulung fanden die Kandidaten hier optimale Bedingungen vor.
Der Wettkampf war intensiv: An drei Tagen müssen die Lehrlinge und Facharbeiter, die laut den Regularien der WorldSkills das 22. Lebensjahr noch nicht überschritten haben dürfen, drei unterschiedliche Werkstücke unter enormen Qualitäts- und Zeitdruck anfertigen. Selbstverständlich sind keine Hilfsmittel erlaubt. D.h. die Programmierung der Maschinensteuerung, das Rüsten der Maschine, die Zerspanung des Werkstückes und die anschließende Vermessung erfolgt unmittelbar nachdem den Kandidaten die Aufgabe genannt wurde. Toleranzbereiche von 0,01 mm und Zeitunterschiede von wenigen Sekunden entscheiden dann über Sieg und Niederlage.
Den Weg bis zu den Berufsmeisterschaften erarbeiten sich die Teilnehmer hart: Die Teilnahme setzt überdurchschnittliches Können im jeweiligen Beruf und genügend Berufserfahrung voraus (mindestens ein bis zwei Jahre nach Abschluss der Berufsausbildung).Neben hoher Expertise in ihrem Berufsfeld überzeugen sie mit mentaler Stärke, Teamgeist und auch körperlicher Fitness. Schließlich erstrecken sich die Wettbewerbe mit zum Teil 16-stündigen Einsätzen über mehrere Tage.
Ein professionelles Umfeld rundet das Engagement der Fachkräfte ab: ihre Ausbildungsbetriebe und die Wirtschaftskammer unterstützen sie kompetent und großzügig, sie werden von Fachexperten trainiert und betreut und von Teambetreuern gecoacht, in mehrtägigen Seminaren werden sie auf die körperlichen und mentalen Anstrengungen vorbereitet etc.
Unternehmen wie Swarovski, Blum, W&H und v.a. auch EMCO engagieren sich bereits seit vielen Jahren für diesen Event, der eine Plattform für die handwerklichen, industriellen und Dienstleistungsberufe bietet. Die jungen Fachkräfte haben hier die einmalige Chance, ihrem Beruf und der Berufsbildung im Allgemeinen einen enormen Auftrieb zu verleihen. Und wie man sieht, nutzen sie diese eindrucksvoll: Österreich hat bereits mehrere Male als beste Nation bei den Berufsweltmeisterschaften abgeschnitten

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