70 Jahre EMCO: Werkzeugmaschinen, die alles können.

 November 2017   News, Presse  

Werkzeugmaschinenhersteller feiert Jubiläum und investiert 1 Mio. in die Lehrlingsausbildung.

Die EMCO Group gehört zu den führenden Werkzeugmaschinenherstellern Europas. Hohe Fertigungsqualität und funktionales Design zählen zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren. Mit zukunftsweisender Technik und umfassendem Know-how hat der österreichische Maschinenbauer sein Portfolio vom Hersteller von Standardmaschinen zum Anbieter von komplexen schlüsselfertigen Lösungen ausgebaut und ist heute eine bekannte Größe im Werkzeugmaschinenbau. Das Unternehmen feiert in diesem Jahr sein 70-Jahr-Jubiläum. Für die 17 gewerblichen Lehrlinge, die am Standort Hallein in den Berufen MetalltechnikerIn, WerkzeugbautechnikerIn, MechatronikerIn oder ZerspanungstechnikerIn ausgebildet werden, wurden mit einer Investitionssumme von € 1 Mio. auf insgesamt 700 m² ideale Rahmenbedingungen für die theoretische und praktische Ausbildung des Nachwuchses geschaffen.
Ergebnis 2016/2017 (1.4.2016-31.3.2017) - Ausblick für das Jahr 2017: Die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung im ersten Halbjahr zeigt sich bei EMCO mit einem hohen Auftragseingang. Vor allem in Europa stimmen die Zahlen auch für die nächsten Monate zuversichtlich. Das untermauert auch die Vorschau von Cecimo, dem Europäischen Dachverband der Werkzeugmaschinenhersteller, mit durchwegs steigenden Verbrauchsprognosen für Europa (ausgenommen Russland und Türkei). Im letzten Geschäftsjahr 2016/2017 konnte EMCO als sehr exportorientiertes, mittelständisches Familienunternehmen mit 694 Mitarbeitern einen Umsatz in der Gruppe von 155,02 Mio. erreichen. Die Exportquote lag bei 85%.
„Maschinen immer noch besser, effizienter und intelligenter zu entwickeln und zu bauen, damit sie den Produktionsanforderungen der Kunden möglichst zu 100 Prozent entsprechen.“ Mit dieser Idee entwickelt und fertigt EMCO seit der Gründung intelligente Anlagen für die zerspanende Fertigung. Die Produktpalette reicht von konventionellen Dreh- und Fräsmaschinen über CNC-Dreh- und vertikale Bearbeitungszentren sowie komplexen Automationsanlagen bis hin zu Hochgeschwindigkeits-Fräs-Bohr-Bearbeitungszentren. „Mit unseren schlüsselfertigen Lösungen ermöglichen wir unseren Kunden komplexe Prozesse kostengünstig, rasch und effizient zu automatisieren“, sagt Dr.-Ing. Stefan Hansch, Geschäftsführer der EMCO Group. Zum Einsatz kommen die Anlagen im Formenbau, in der Automobilindustrie oder im allgemeinen Maschinenbau, um beispielsweise großvolumige Bauteile wie Hauptwellen eines Windrads, Hydraulikzylinder für Baumaschinen, Schiffsschrauben oder Bohrköpfe für die Erdölförderung herzustellen. Die Unternehmensgruppe beschäftigt weltweit rund 700 Mitarbeiter – unter anderem in Deutschland, Italien, den USA, Russland und Tschechien. Seinen Hauptsitz hat der Hersteller dort, wo andere gerne Urlaub machen: im österreichischen Hallein, mitten im Salzburger Land.
Wie alles begann - Hier in Salzburg fängt im Jahr 1947 alles an. Das Land befindet sich zwei Jahre nach Kriegsende gerade im Wiederaufbau, als der Ingenieur Karl Maier beschließt, einen Handwerksbetrieb zu gründen und Drehmaschinen herzustellen. Im selben Jahr entsteht in der Nähe von Genua das Unternehmen MECOF. Die Abkürzung steht für Officine Costruzioni Meccaniche – übersetzt „mechanische Werkstatt“. Beide Firmen werden sich Jahre später treffen und erfolgreich zusammenarbeiten. Doch das dauert noch.
Den Grundstein für seinen Erfolg – damals noch unter der Firmierung Maier & Co.- legt Karl Maier Mitte der 1950er Jahre mit den Kleinstdrehmaschinen der Baureihe UNIMAT. Weil der Firmengründer ganz genau weiß, was seine Kunden wollen, entscheidet er sich, das Portfolio um Härteprüfmaschinen zu erweitern – und ist damit sehr erfolgreich. Nach dem Tod von KarlMaier übernimmt Ende der 1970er Jahre sein Sohn Ernst Alexander das Unternehmen. Unter seiner Leitung ändert sich nicht nur der Name der Firma in Ernst Maier Company – oder kurz EMCO –, sie avanciert zudem zum Technologieführer sowohl in der Härteprüfung als auch in der Zerspanungstechnik. Bis Anfang der 1990er Jahre wächst das Unternehmen und etabliert sich als Hersteller von CNC-Industrie- und CNC-Ausbildungsmaschinen, Härteprüfgeräten, Holzbearbeitungsmaschinen sowie Laserschneidgeräten. Die Geschäfte laufen gut – bis zum Jahr 1993. Die Werkzeugmaschinenindustrie stürzt in eine ihrer schwersten Krisen und stellt damit auch EMCO vor Herausforderungen. Die A-Tec Industries AG, eine internationale Industrieholding mit Sitz in Wien, übernimmt den Hersteller. Um erfolgreich aus der Krise zu kommen, konzentriert sich der Maschinenbauer auf seine Kernkompetenz: CNC-Industrie- und Ausbildungsmaschinen sowie konventionelle Werkzeugmaschinen.
Wissen, was der Kunde braucht – das hat schon den Firmengründer an die Spitze geführt. In einer Zeit, als Ergonomie in der Branche kaum ein Thema ist, setzt sich EMCO mit einem erfahrenen Designer zusammen. Ziel dieser Kooperation ist nicht nur ein attraktives Äußeres der Anlagen, sondern ihre konsequent bedienerfreundliche Gestaltung. Das Ergebnis: Durch kompakte Bauweise und modularen Aufbau bleiben die Maschinen bei aller Komplexität ein einfaches und übersichtliches Werkzeug des Bedieners. Das findet auch das Industrieforum Design Hannover: 1994 zeichnet es die beiden Drehmaschinen EMCOTURN 465 und PC Mill 50 für Funktionalität, Benutzerfreundlichkeit und besonders innovative Gestaltungselemente aus. Auch das Thema Flexibilität wird in Bezug auf Produktivität immer wichtiger – vor allem in Zeiten von Just-in-Time und kleiner werdenden Losgrößen. Anfang der 1990er Jahre bekommt EMCO für das Doppeldrehzentrum EMCOTURN 425 sogar den Deutschen Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen.
Als besonders fruchtbar zeigt sich das Prinzip der Vereinfachung auch in der technischen Ausbildung. Seit 1982 entwickelt EMCO eigenständige Maschinen für diesen Geschäftsbereich.
Das Unternehmen bietet PC-gesteuerte Ausbildungsmaschinen, die in Aufbau und Funktion ihren industriellen Vorbildern entsprechen, sich aber durch eine besonders übersichtliche Konzeption und leichte Bedienung gerade für den Nachwuchs empfehlen. Das Engagement von EMCO geht aber weit über den Maschinensektor hinaus. In enger Zusammenarbeit mit technischen Schulen, Universitäten und der Industrie bildet EMCO weltweit Facharbeiter aus. Seit Jahren beraten Ausbildungsfachleute Institutionen und Betriebe in Europa, Nord- und Südamerika, Südostasien sowie im Mittleren und Nahen Osten. Der Einsatz und die Innovationen von EMCO in der technischen Aus- und Weiterbildung werden sogar mit der begehrten Worlddidac-Qualitätsurkunde bestätigt. Die Worlddidac Association ist eine Vertretung von Handelspartnern des Bildungsbereichs aus über 50 Ländern. Sie vergibt das exklusive Qualitätssiegel an Unternehmen der internationalen Bildungsbranche.
Es geht rasant aufwärts - Um die Jahrtausendwende beschäftigt EMCO weltweit mehr als 500 Mitarbeiter. Der Umsatz des Unternehmens wächst kontinuierlich. 20 Prozent davon erzielt der Maschinenbauer in Österreich, 80 Prozent insbesondere in den EU-Ländern und den USA, aber auch, speziell im Ausbildungsgeschäft, in Südostasien und Südamerika. Mit dem Ziel, als Komplettanbieter für die zerspanende Fertigung durchzustarten, übernimmt der Werkzeugmaschinenhersteller im Jahr 2005 die Firma MECOF. Die mechanische Werkstatt aus der Nähe von Genua gehört inzwischen zu den Marktführern von Groß-CNC-Bearbeitungszentren. Im selben Jahr wird auch die Firma FAMUP – der Name steht für Fabbrica Macchine Utensili Pordenone – in die Firmengruppe aufgenommen. Bei FAMUP werden heute die EMCO Fräszentren entwickelt und gebaut.
Die EMCO Unternehmensgruppe ist erfolgreich – nicht jedoch der Mutterkonzern A-Tec. 2010 geht dieser in die Insolvenz, und damit bangen die mittlerweile 630 Mitarbeiter mehr als ein Jahr um ihre Zukunft. Die ‚österreichische Lösung‘ mit einer langfristigen Perspektive kommt vom Salzburger Baumaschinenhändler Günter Kuhn und seiner Kuhn Holding, die die EMCO Gruppe Ende 2011 übernimmt.
Sechs unter einem Dach - Heute zählt die EMCO Group zu den führenden Werkzeugmaschinenherstellern Europas mit Produktionsstandorten in Österreich, Italien, Russland und Deutschland. Zu diesem Unternehmensverbund gehören neben EMCO, EMCO MECOF, EMCO RUS und EMCO ITALY seit 2005 auch die italienische EMCO FAMUP. Der italienische Hersteller von CNC-Bearbeitungszentren erweitert schon beim Einstieg das Portfolio der Gruppe um eine komplette Linie von Produktionsmaschinen für die Bearbeitungsindustrie. Aus der Zusammenarbeit entstehen unter anderem die Maxxmill 400 und 500. Diese sind für die 5-Achsen-Bearbeitung von Werkstücken mit einer Kantenlänge bis zu 500 x 500 x 475 Millimetern konzipiert. Dazu kommt EMCO MAGDEBURG, Spezialist für vertikale Drehmaschinen und Fräszentren. Was alle vereint: „Wir erarbeiten unsere intelligenten Produktionslösungen gemeinsam nach dem Prinzip ‘Made in the Heart of Europe‘“, erklärt Geschäftsführer Dr. Stefan Hansch. Die Entwicklung und Produktion erfolgen in Mitteleuropa unter ausschließlicher Verwendung europäischer Markenartikel.Sämtliche Maschinen konzipieren die Entwickler nach der EMCO-Maxime ‚Design to Cost‘; sowohl die Entwicklung als auch die Herstellung finden komplett in Europa statt, wobei alle EMCO Produktionsunternehmen angehalten sind, den höchsten Standard hinsichtlich Qualität, Produktion und Wirtschaftlichkeit zu realisieren.
„Wir konzentrieren uns bereits bei der Konstruktion auf die grundlegenden Bedürfnisse unserer Kunden – unsere Systeme sind aufgrund von zwei Faktoren interessant für den Markt: die Ausarbeitung maßgeschneiderter Lösungen in enger Zusammenarbeit mit den Kunden und das Bestreben, hochwertige europäische Technologie zu einem wettbewerbsfähigen Preis zu liefern,“ führt Dr. Hansch aus. Auf diese Weise stellt die Unternehmensgruppe rund 1.200 Maschinen im Jahr her.
Das Beste aus zwei Welten
Alle Entwicklungen der einzelnen Unternehmen aus der EMCO Group erfolgen in enger Kooperation mit dem Hauptsitz in Hallein. Damit profitiert die Gruppe über ein besonders umfangreiches Wissen. Auf diese Weise entstehen zukunftsweisende Lösungen, mit denen Anwender noch effizienter arbeiten können. Aus der Zusammenführung der Drehkompetenz von EMCO und dem Fräs-Know-how von EMCO MECOF, die beide in diesem Jahr ihr 70-Jahr-Jubiläum feiern, entstand das Hochleistungs-Dreh-Fräszentrum Hyperturn 200 Powermill. Diese leistungsstarke Anlage ermöglicht es Betrieben, Werkstücke mit Durchmessern bis zu 1.000 Millimetern und Längen bis zu 6.000 Millimetern sehr präzise komplett zu bearbeiten.
EMCO aus Kundensicht
Langjährige Partnerschaft
Thomas Mösl, Produktionsbereichsleiter Büchsen und Anlaufringe, Miba Gleitlager Austria GmbH
Bei der Miba setzt man schon viele Jahre auf Drehbearbeitungszentren aus dem Hause Emco. Mittlerweile stehen in der Abteilung von Thomas Mösl 16 Maschinen des Salzburger Herstellers. „Das war ein weiterer Grund, weshalb wir uns für die Hyperturn 95 entschieden haben. Wir wissen ganz einfach, dass wir uns auf die Mannschaft von Emco verlassen können. Auch die räumliche Nähe spielt da sicher eine Rolle, aber besonders die unkomplizierte und kompetente Betreuung in allen Belangen ist für uns ein Aspekt, den wir
nicht missen möchten“, lobt Mösl die gute Zusammenarbeit.
Gute Betreuung auch nach erfolgtem Kauf
Ingo Suchanke, Eigentümer der Suchanke GmbH, Rheinfelden
„Bei mehreren Anbietern und auf Messen habe ich mich umgeschaut“, berichtet Ingo Suchanke, Eigentümer der 1981 gegründeten Suchanke GmbH im deutschen Rheinfelden „... der Bereichsleiter von Emco hat sich besonders dafür eingesetzt, das wir die betreffende Maschine ‚unter Strom‘, das heißt in der Anwendungspraxis bei einem Nutzer sehen konnten. Dieser Nutzer, ein Schweizer Unternehmen, hat sich sehr zufrieden über seine Werkzeugmaschine geäußert. Und auch Service sowie Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen.“ Inzwischen kann Ingo Suchanke aus eigener Erfahrung bestätigen: „Termintreues Liefern und Inbetriebnehmen gingen in Ordnung. Aber auch danach interessiert sich Emco dafür, dass wir unseren Anwendernutzen verwirklichen.
Nicht Maschinen sondern Lösungen
Antonino Gasparini, Geschäftsführer Zenit SPA, Caorso (PC)
„Die Hyperturn 200 Powermill“, führt Gasparini aus, „stellt für die Zenit Spa sicherlich eine strategische Investition dar, weil es unserem Unternehmen die Möglichkeit gegeben hat, sein Know-how um Kompetenzen rund um die Verarbeitung mit 5 Achsen zu erweitern. Die Technologie ist durchaus komplex, aber mit der Unterstützung von Emco Technikern haben wir uns dieses Know-how schnell angeeignet. Die Zusammenarbeit zwischen Kunde und Lieferant spielt immer eine wichtige Rolle, aber in diesem Falle würde ich sagen, dass die Beratung und Begleitung fast wichtiger war als die Maschine selbst“.

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